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Lungenemphysem

 

Die Lunge dient dem Gasaustausch: Zum einen wird Sauerstoff aus der Luft aufgenommen, zum anderen wird Kohlenstoffdioxid aus dem Blut abgegeben. Um diesen Gasaustausch effizient durchführen zu können, besteht die Lunge aus 300 Millionen kleinster Untereinheiten, den Lungenbläschen (Alveolen). 

Als Lungenemphysem wird eine irreversible (nicht umkehrbare) Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen (Lungenbläschen, Alveolen) der Lunge bezeichnet.

Beim Lungenemphysem liegt eigentlich immer eine chronische Atemnot vor, bedingt durch die verminderte Gasaustauschfläche. Anfangs merkt man das nur bei Belastung, im späteren Verlauf auch in Ruhe (Ruhedyspnoe). Der verminderte Sauerstoffgehalt des Blutes zeigt sich eventuell durch bläulich-rote Verfärbung (Zyanose) der Lippen, Fingerspitzen und Zehenspitzen. Im ausgeprägten Stadium kann man eine Kerze aus ca. 15 cm Entfernung nicht mehr ausblasen. Der Brustkorbumfang nimmt zu (Fassthorax) und im Spätstadium kommt es zu einer (Rechts-)Herzbelastung.