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Patienten- und Versorgungsleitlinie-COPD – Atemwegsliga e.V.
Nationale Versorgungsleitlinie COPD
Auf den Seiten der Atemwegsliga e.V. finden sich viele Informationen und Publikationen.
Die Links zu den Dokumenten können sich im Laufwe der Zeit ändern, daher bitte direkt auf der Webseite der Atemwegsliga e.V. nachsehen, wenn Ihr aktuelle Publikationen sucht.
Hier ist ein Überblick der COPD Seite:
Link zur Teilpublikation 2. Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie COPD, veröffentlicht am 17.08.2021
Link zur Patientenleitlinie zur NVL-COPD: 2. Auflage, 2022. Version 1
Präsentation zur 2. Auflage NVL COPD als Powerpoint oder PDF
Patientencharta COPD (Übersetzung aus dem Englischen) ⇒ Download
Checkliste zum Entlassmanagement von COPD-Patienten ⇒ zum Download
Informationen zu den Kurzfassungen der der SK2-Leitline COPD von 2018
Informationen für COPD-Patienten
Video Komorbiditäten bei COPD
Videos zur Exazerbation der COPD
Videos zur nicht-invasiven außerklinischen Beatmung
Weitere wichtige Informationen
Nationale Versorgungsleitlinie COPD
Die 2. Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie COPD (Teilpublikation) ist veröffentlicht:
https://www.leitlinien.de/themen/copd
Präsentation zur 2. Auflage der NVL COPD (Teilpublikation)
Präsentation zur NVL COPD 2021.pdf (900,3 KiB)
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/Pr%C3%A4sentation%20zur%20NVL%20COPD%202021.pdf&cid=2378
Präsentation zur NVL COPD 2021.pptx (1,1 MiB)
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/Pr%C3%A4sentation%20zur%20NVL%20COPD%202021.pptx&cid=2378
Patientencharta COPD
Patientencharta COPD.pdf (206,4 KiB)
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/Patientencharta%20COPD.pdf&cid=2402
Übersetzung aus dem Englischen (Ein Service der Deutschen Atemwegsliga)
Checkliste zum Entlassmanagement von COPD-Patienten
2020- Checkliste Entlassmanagement-COPD.pdf (100,7 KiB)
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/2020-%20Checkliste%20Entlassmanagement-COPD.pdf&cid=2404
Informationen für COPD-Patienten
zum Download
Nationale Versorgungsleitlinie COPD
Nationale Versorgungsleitlinie COPD 2024-03-14 | 2,4 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/2022%20NVL%20copd-2aufl-vers1-pll.pdf
Nationale Versorgungsleitlinie COPD – Kurzfassung
Nationale Versorgungsleitlinie COPD – Kurzfassung 2024-03-14 | 688,8 KiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/2021%20NVL%20copd-2aufl-vers1-kurz%20%283%29.pdf
COPD: Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem
COPD: Chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem 2023-11-03 | 3,2 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/9-COPD.pdf
Warum Rauchstopp wichtig ist!
Warum Rauchstopp wichtig ist! 2024-03-14 | 442,7 KiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/copd/2022%20NVL%20COPD%20-%20Warum%20Rauchstopp%20wichtig%20ist.pdf
Plötzliche Verschlechterung (Exazerbation) bei COPD
Plötzliche Verschlechterung (Exazerbation) bei COPD 2024-05-31 | 1,3 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/41-Exazerbationen%20bei%20COPD.pdf
Ernährung bei COPD
Ernährung bei COPD 2023-11-03 | 2,4 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/34%20Ernaehrung%20bei%20COPD%202013.pdf
Alpha1-Antitrypsin-Mangel (Information der Alpha-1-Center)
Alpha1-Antitrypsin-Mangel (Information der Alpha-1-Center) 2023-11-03 | 1,0 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/A2%20Antitrypsinmangel%202.20.pdf
⇒ Weitere Informationen zum Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: alpha-1-center.org
https://www.alpha-1-center.org/medien.html
Akute Atemwegsinfekte
Akute Atemwegsinfekte 2023-11-03 | 1,1 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/17-Akute%20Atemwegsinfekte.pdf
Informationen zum DMP COPD
Informationen zum DMP COPD 2023-11-03 | 793,9 KiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/51-DMP.pdf
Patientenschulung
Patientenschulung 2023-11-03 | 1,7 MiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/informationsmaterial/23-Patientenschulung.pdf
Aktionsplan COPD
Aktionsplan COPD 2023-11-03 | 185,9 KiB
https://www.atemwegsliga.de/copd.html?file=files/eigene-dateien/Train-The-Trainer/Aktionsplan%20COPD.pdf
Dieser Aktionsplan, den Sie zusammen mit Ihrem Arzt erstellen, hilft Ihnen bei Verschlechterungen (Exazerbationen) und in Notfallsituationen richtig zu handeln
Quelle: https://www.atemwegsliga.de/copd.html
Atemwegsliga e.V.
Raiffeisenstr. 38
33175 Bad Lippspringe
Deutschland
pref Telefon: +495252933615
fax Fax: +495252933616
kontakt@atemwegsliga.de
http://www.atemwegsliga.de
Demandsysteme – Sauerstoff-Sparsysteme
Sauerstoff-Demandsysteme, die bei einigen mobilen Geräten bereits integriert sind, bieten im Hinblick auf die Mobilität nochmals eine Optimierung. Sie sind jedoch nur für einen Teil der Patienten geeignet. Während des Schlafens sind die meisten Patienten übrigens nicht demandfähig – was oftmals eine Mischversorgung notwendig werden lässt.
Bei der herkömmlichen Sauerstoffversorgung geht im sogenannten continuous flow (CF), also der kontinuierlichen Abgabe, der größte Teil des Sauerstoffs verloren, da der Körper nur einen Bruchteil des zusätzlich fließenden Sauerstoffs aufnehmen kann.
Sauerstoff-Demandsysteme können die Sauerstoffzufuhr dagegen elektronisch oder mit Unterdruck durch den Atemrhythmus steuern. Dieses System wird daher auch als atemzuggesteuert bezeichnet oder Englisch demand flow (DF). Es wird nur Sauerstoff abgegeben, wenn man einatmet. Durch das Demandsystem reicht die Sauerstofffüllung und somit die Reichweite eines mobilen Gerätes länger.
Allerdings ist nicht jeder Patient in der Lage, den notwendigen Unterdruck auszuüben, um den gewünschten Sauerstoffbolus zu erhalten. Dies ist beispielsweise bei schwer erkrankten Patienten der Fall, die keinen entsprechenden Unterdruck erzeugen können, weil sie z.B. nur schwer oberflächlich atmen oder nur hecheln können. Es besteht die Gefahr einer Unterversorgung insbesondere unter Belastung.
Wichtig!
Eine Demandfähigkeit, d.h. ausreichende Sauerstoffsättigung unter Anwendung eines Demandsystems, muss vor Verordnung getestet werden. Die Testung erfolgt in der Regel in einer Lungenklinik oder während eines Rehaaufenthaltes, manchmal auch in einer Lungenpraxis. Planen Sie daher rechtzeitig die Testung.
Bedenken Sie, dass sich die Demandfähigkeit durch den Verlauf der Erkrankung verändern kann. Die Effektivität des Demandsystems muss immer dann über prüft werden, wenn eine unzureichende Besserung unter Sauerstofftherapie eintritt.
Quelle: Fachzeitschrift Atemwege und Lunge – COPD in Deutschland – 1/2016
Schwerbehindertenausweis – Grad der Behinderung (GdB)
Grad der Behinderung 50: Das fällt darunter
Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder höher können sich einen Schwerbehindertenausweis ausstellen lassen und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen. Aber was fällt unter den GdB 50, wie wird dieser ermittelt und was nützt mir das überhaupt?
Diese Diagnosen führen zu einem GdB von 50
Grundsätzlich können verschiedene Behinderungen und Krankheiten zu einem GdB von 50 führen. Insbesondere bei chronischen oder schweren Erkrankungen ist die Einstufung in einen GdB von 50 oder höher wahrscheinlich. Als schwer chronisch gelten häufig diejenigen Erkrankungen, wenn Betroffene mindestens alle drei Monate oder öfter eine Behandlung benötigen.
Zu den Behinderungen, die einem GdB 50 entsprechen, gehören unter anderem:
Herz-Erkrankungen
Versteifung von Hüft- oder Kniegelenken
Massive Entstellung des Gesichts oder Verlust der Nase
Echte Migräne in schwerer Verlaufsform, lang anhaltende und stark belastende Migräneanfälle mit nur kurzen Pausen zwischen den Anfällen
Schwere Depressionen mit Schwierigkeiten bei der sozialen Anpassung
Verlust einer Hand
Vollständige Harninkontinenz
Tinnitus mit schweren psychischen Problemen und Beeinträchtigungen im sozialen Leben
Endoprothesen im Kniegelenk auf beiden Seiten
Schwer einstellbarer Diabetes Mellitus Typ 1
Schwere Endometriose
Erhebliche Gleichgewichtsstörungen, begleitet von Schwindel und der Notwendigkeit von Gehhilfen
Schwere Verläufe von Migräne mit starken Begleiterscheinungen.
[…]
https://www.enableme.de/de/artikel/grad-der-behinderung-50-10650
Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?
https://www.enableme.de/de/artikel/schwerbehindertenausweis-beantragen-2146
Die Suchmaschine Eurer Wahl liefert evtl. viel mehr Infos und Details
Kann man Inhalationslösung selbst herstellen
Inhalieren mit Salz
Beim Inhalieren mit Salz atmet man mit Hilfe eines Verneblers eine salzhaltige Inhalationslösung tief in die Luftwege ein. Diese effektive und kostengünstige Methode hilft sowohl bei akuten als auch bei chronischen Atemwegserkrankungen. Lesen Sie hier, wie das Inhalieren mit Salz hilft, was dabei zu beachten ist und ob man zum Beispiel auch eine Kochsalzlösung inhalieren kann!
[mehr] Quelle: https://www.netdoktor.de/therapien/inhalieren/mit-salz/
Wie stelle ich Salzwasser zum Inhalieren her?
Inhalieren mit Salz
Dafür einfach neun Gramm Salz pro einem Liter heißem Wasser auflösen. Diese 0,9-prozentige Salzlösung entspricht dem Salzgehalt der menschlichen Körperzellen und gilt daher als optimal. Man kann Meersalz oder normales Speisesalz verwenden. Allerdings ohne Zusätze wie Jod, Fluorid oder Folsäure.
Kann man inhalationslösung selbst herstellen?
Das Rezept: „Rechnen Sie fünf Gramm Speisesalz oder Meersalz pro 500 ml Wasser – also etwa einen gehäuften Teelöffel. Kochen Sie 500 ml oder einen Liter Wasser ungefähr zwei Minuten lang – so werden mögliche Keime und Bakterien im Wasser abgetötet.
Wie viel Löffel Salz zum Inhalieren?
Geben Sie drei gestrichene Teelöffel Salz hinzu. So erreichen Sie das optimale Verhältnis von 9 g Salz pro Liter Wasser. Beugen Sie sich mit dem Gesicht über die Schüssel und legen das Handtuch so um Ihren Kopf, dass der Dampf nicht entweichen kann. Atmen Sie ruhig ein und aus.
Sie können zum Inhalieren selbst eine physiologische (isotone) Kochsalzlösung herstellen, indem Sie neun Gramm Salz in einem Liter heißem Wasser auflösen (0,9 %-ige Salzlösung). Lassen Sie die Lösung abkühlen, wenn Sie einen Vernebler nutzen wollen. Alternativ besorgen Sie sich die fertige Lösung in der Apotheke.
Wenn die Erkältung zuschlägt:Wie Inhalieren helfen kann
https://www.zdf.de/nachrichten/ratgeber/gesundheit/inhalieren-mit-salz-bei-husten-100.html
Quellen und Querverweise gibt es reichlich. Selber suchen hilft weiter.
Sole/Salz Inhalation
Es gibt zu salzhaltiger Luft oder Solepräparaten zur Inhaltation immer wieder Fragen. Auch hier kommt es wieder darauf an, wie Euer Körper mit dem Salz umgehen kann.
z.B.:
Inhalieren mit Salz bei Husten, Erkältung und Schnupfen als Hausmittel …
Diese 0,9-prozentige Salzlösung entspricht dem Salzgehalt der menschlichen Körperzellen und gilt daher als optimal. Man kann Meersalz oder normales Speisesalz verwenden. Allerdings ohne Zusätze wie Jod, Fluorid oder Folsäure. Diese können bei Kontakt die empfindlichen Schleimhäute reizen.
Bei COPD-Betroffenen sind die Atemwege in der Regel dauerhaft verengt beziehungsweise entzündet. Um die Beschwerden zu lindern, hilft bei vielen Betroffenen der Besuch einer Salzgrotte.
Brain Fog (deutsch: Gehirnnebel) und „ME/CFS“
Diesen Beitrag setze ich hier ohne Wertung ein.
Brain Fog (deutsch: Gehirnnebel) und „ME/CFS“
ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome und „ist eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die meist infolge eines viralen Infekts auftritt.
Betroffene leiden meist unter einer extrem beeinträchtigten Leistungsfähigkeit, die von schwerer körperlicher wie geistiger Fatigue begleitet wird und mindestens sechs Monate andauert.
[…Zentraler und mehrfach replizierter Befund bei ME/CFS ist die Minderdurchblutung des Gehirns (zerebrale Hypoperfusion) (Renz-Polster et al., 2022).
Dieser Befund könnte für die Erklärung des Brain Fog bei ME/CFS-Betroffenen eine wichtige Rolle spielen, denn Voraussetzung für eine volle Funktionsfähigkeit des Gehirns ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung…]
Informationen zu ME/CFS
https://www.meduniwien.ac.at/web/forschung/projekte/computer-based-clustering-of-chronic-fatigue-syndrome-patients/allgemeine-informationen/#:~:text=Myalgische%20Enzephalomyelitis%20%2F%20Chronisches%20Fatigue%20Syndrom,und%20mindestens%206%20Monate%20andauert
Dülmener Pneumologie-Symposium
Die Christophorus Kliniken haben vor drei Jahren in Dülmen die Klinik für Innere Medizin zur Klinik für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin erweitert.
Mit dem ersten Dülmener Pneumologie Symposium wurde auf dieses erweiterte medizinische Leistungsangebot in der stationären Behandlung pneumologischer Erkrankungen hingewiesen.
In sechs Fachvorträgen wurden die Schwerpunkt-Themen in der pneumologischen Diagnostik und Therapie besprochen und dazu der derzeitige Wissensstand praxisorientiert und zusammenfassend vermittelt.
Mit dieser Fortbildungsveranstaltung möchten die Christophorus Kliniken niedergelassene Ärzte und Klinikärzte gleichermaßen ansprechen und herzlich in die Christophorus Kliniken nach Dülmen einladen.
Die Vorträge waren gut aufgebaut und soweit verständlich, doch die Fachbegriffe waren für den medizinischen Laien (in dem Fall ich) schwer verständlich.
Bei einigen Vorträgen wurde die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, auch Fachübergreifend, hervorgehoben.
Solche Symposien müssen regelmässig stattfinden.
Diese Veranstaltung war nur für medizinisches Fachpublikum gedacht, und daher wurden keine Nicht-Mediziner eingelassen.
03.02.2024 – 9:00–13:30
Beatmung ist nicht gleich Beatmung – Unterscheidung aber wichtig für die Patientenverfügung!
Anstatt eine Beatmung pauschal abzulehnen, ist es dringend zu empfehlen, auch dieses Thema in der Patientenverfügung zu berücksichtigen und die diesbezüglichen Wünsche des Patienten entsprechend differenziert zu formulieren. Dazu raten Experten des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK).
In ihrer Patientenverfügung lehnen viele Menschen eine künstliche Beatmung im Notfall oder am Lebensende pauschal ab. Dabei stört sie vermutlich und verständlicherweise in erster Linie die Vorstellung, in künstliches Koma versetzt, dann intubiert (d.h. einen Tubus über den Mund in die Luftröhre oder eine Trachealkanüle direkt in die Luftröhre eingesetzt zu bekommen) und für mehrere Tage oder gar Wochen an eine Beatmungsmaschine angeschlossen zu werden. Was einen kompletten Bewusstseins- und Kontrollverlust bedeutet, da sie keine Möglichkeit haben zu kommunizieren, sozial zu interagieren und über ihr weiteres Schicksal mit zu entscheiden.
Allerdings gibt es noch eine andere, viel schonendere Beatmungsmethode, die außerdem auch noch mit größeren Überlebenschancen verbunden ist als die invasive Beatmung: Die sog. nicht-invasive Beatmung über eine zum Reden, Essen und Trinken absetzbare Mund-Nasen-Maske – also bei vollem Bewusstsein des Patienten und ohne jeden Kontrollverlust. „Den meisten Menschen ist dieser Unterschied zwischen einer invasiven und nicht-invasiven Beatmungsform gar nicht bekannt. Sinnvollerweise sollte für die Patientenverfügung eine ärztliche Beratung erfolgen, damit Patienten wohlinformierte Entscheidungen treffen können. Anstatt eine Beatmung pauschal abzulehnen, ist es dringend zu empfehlen, auch dieses Thema in der Patientenverfügung zu berücksichtigen und die diesbezüglichen Wünsche des Patienten entsprechend differenziert zu formulieren“, rät Dr. med. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers.
ÜBERLEBENSCHANCEN DURCH NICHT-INVASIVE BEATMUNG GRÖSSE
Der Vorteil eines nicht-invasiven Vorgehens ist letztens in der Corona-Pandemie bei Covid-Patienten sehr deutlich geworden: Jeder Zweite, der invasiv beatmet wurde, ist gestorben, während bei nicht-invasiver Beatmung nur jeder Zehnte starb. Nachweislich können Kliniken hierzulande, die ihre Covid-Patienten mit schwerer Verlaufsform einer Lungenentzündung nicht-invasiv behandelt haben, eine um das Fünffache geringere Sterblichkeit vorweisen. Das geht aus einer aktuellen Publikation hervor, an der auch Dr. Voshaar als Autor beteiligt war, (siehe Deutsche Medizinische Wochenzeitschrift, online seit 29.3.23). Während der Corona-Pandemie sind in Deutschland also wahrscheinlich mehrere Tausend Covid-Patienten unnötigerweise aufgrund einer invasiven Beatmung oder extrakorporalen Sauerstoffversorgung (ECMO) auf der Intensivstation gestorben, während sie mit einer nicht-invasiven Beatmung auf der Normalstation eher überlebt hätten. „Deshalb sollte eine invasive Beatmung mit Intubation so lange wie und wo möglich vermieden werden, und das lässt sich mit relativ einfachen Verfahren wie Sauerstoffgabe (als high-Flow-Sauerstoff oder in Form eines kontinuierlichen Überdrucks per CPAP-Maske) und mittels einer nicht-invasiven Beatmung in den meisten Fällen gut bewerkstelligen“, erklärt Dr. Voshaar.
ERHEBLICH WENIGER NEBENWIRKUNGEN UND FOLGESCHÄDEN ALS BEI INVASIVER BEATMUNG
Da der für eine invasive Beatmung in die Luftröhre platzierte Schlauch (Tubus) für die Patienten bei wachem Bewusstsein nicht erträglich ist, müssen intubierte Patienten in eine Dauernarkose versetzt werden, die fast immer zu einem raschen und starken Blutdruckabfall führt, so dass mit blutdrucksteigernden Medikamenten gegengesteuert werden musss. Außerdem werden erhöhte Sauerstoffkonzentrationen zugeführt, um das Ziel der Beatmung, nämlich eine Sauerstoffsättigung meist über 90 Prozent, wie es die derzeitigen Leitlinien als Zielwert empfehlen, zu erreichen. Zu viel Sauerstoff wirkt sich allerdings toxisch auf Zellgewebe und die Organe aus. Das führt neben Lungenschäden auch zu Muskel- und Nervenerkrankungen. Die bei invasiver Beatmung erforderlichen hohen Beatmungsdrucke schädigen die Lunge zusätzlich, so dass außerdem ein akutes Lungenversagen (ARDS) droht. Bleibt die invasive Behandlung erfolglos, wird als nächste Eskalationsstufe dann oft die extrakorporale Sauerstoffversorgung (ECMO) eingesetzt. Hier drohen weitere Komplikationen. Die Sterblichkeit von COVID-Patienten an der ECMO betrug in Deutschland circa 80 %, auch in erfahrenen Kliniken. Demgegenüber ist die nicht-invasive Maskenbeatmung im Vergleich zur invasiven Beatmung mit deutlichen Vorteilen verbunden: Die Sprech-, Schluck-, und Hustenfunktion der Patienten bleibt über eine abnehmbare Mund-Nasen-Maske erhalten, daher treten Atemwegsinfekte erheblich seltener auf, die Patienten haben höhere Überlebenschancen und profitieren gleichzeitig von mehr Lebensqualität während ihres Klinikaufenthaltes. Zum Beispiel ist bei der nicht-invasiven Beatmung keine künstliche Ernährung erforderlich, da nach Absetzen der Maske normales Essen wie auch Husten und Sprechen möglich sind.
KEINE LANGWIERIGE ENTWÖHNUNG VOM BEATMUNGSGERÄT ERFORDERLICH
Auch nach der Behandlung ist die Lebensqualität bei nicht-invasiv beatmeten Patienten weitaus größer, während invasiv beatmete Patienten oft erst einmal langwierig vom Beatmungsgerät entwöhnt werden müssen. Denn je länger die maschinelle Beatmung andauert, umso mehr hat sich die Atemmuskulatur der Betroffenen zurückgebildet, so dass sie anschließend beim sog. Weaning (Entwöhnung vom Beatmungsgerät) wieder mühevoll aufgebaut werden muss. Patienten, die eine invasive Beatmung überleben, müssen außerdem grundlegende Bewegungsvorgänge wie das Schlucken sowie alle Fähigkeiten für ein möglichst selbständiges Leben erst wieder von Null auf erlernen bzw. versuchen, sie sich soweit wie möglich wieder anzueignen, was auch erhebliche Folgekosten durch Reha, Arbeitsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit bedeutet.
GESUNDHEITSSYSTEM SETZT FALSCHE FINANZIELLE ANREIZE
Fatalerweise setzt das Gesundheitssystem falsche finanzielle Anreize: Während die Kosten für eine nicht-invasive Beatmung im Schnitt bei 5000 Euro liegen, können für eine maschinelle Intensivbeatmung rund 39.000 Euro bis teilweise sogar 70.000 Euro abgerechnet werden. Auch müssten die medizinischen Leitlinien zur Beatmung dringend von den Fachgesellschaften korrigiert und aktualisiert werden. „Seit mehr als 20 Jahren hat sich auf Intensivstationen die Routine eingebürgert, sich bei der Entscheidung, Patienten zu beatmen, weitgehend daran zu orientieren, ob die Sauerstoffsättigung der Betroffenen abgefallen ist (sog. isolierte Hypoxämie), anstatt die Gesamtmenge der Sauerstoffteilchen im Blut zu berücksichtigen und dazu weitere Parameter wie die Hämoglobin-Konzentration und die Herzleistung heranzuziehen. Grundsätzlich sollte man erst beatmen, wenn zusätzliche Komplikationen wie eine überlastete Atemmuskulatur mit Anreicherung von nicht abgeatmetem Kohlendioxid im Blut (Hyperkapnie) oder eine Herzinsuffizienz vorliegen, wobei auch hier in den meisten Fällen eine nicht-invasive Beatmung ausreichend ist und effektiv Leben retten kann“, betont Dr. Voshaar.
äin-red
Dies ist eine Pressemeldung des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien ist diese Quellenangabe (in Form eines aktiven Links entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite der Webseite der Lungenärzte-im-Netz) erforderlich, bei Veröffentlichung in Printmedien ist ebenfalls ein Hinweis auf diese Webadresse notwendig.
Quelle: www.lungenaerzte-im-netz.de
Warum macht uns schwüles Wetter so schlapp?
Wenn Wärme auf Luftfeuchtigkeit trifft, oder warum macht uns schwüles Wetter so schlapp
Dieser Artikel ist für normale Menschen geschrieben.
Der untenstehende Absatz mit dem Sauerstoffgehalt bei hoher Luftfeuchte erklärt warum wir schlecht Luft bekommen. Es ist weniger Sauerstoff in der Umgebungsluft. Und das merken ganz viele mit Lungenproblemen.
[…]
Denn die Hitze ist eine gesundheitlich Belastung – vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
Gerade schwülwarme Temperaturen würden sie als unangenehm empfinden, sagt Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Und auch Jüngeren macht das schwüle Wetter zu schaffen. Aber woran liegt das?
[…]
Unabhängig von der Luftfeuchtigkeit kommt bei Hitze noch erschwerend hinzu, dass bei der Atmung weniger Sauerstoff in die Lunge gelangt.
Denn in warmer Luft ist der Abstand zwischen den Sauerstoffmolekülen größer als in kalter, das bedeutet, ein Liter Atemluft enthält weniger Moleküle.
Noch weniger Sauerstoff atmen wir ein, wenn die Luft schwülwarm ist.
Dann sind wegen der hohen Luftfeuchtigkeit noch zahlreiche Wasserstoffmoleküle in der Luft enthalten, die den Sauerstoff zusätzlich verdrängen.
Quelle:
https://www.rnd.de/gesundheit/warum-macht-schwueles-wetter-schlapp-und-was-hilft-dagegen-YQ3HKMFTANEUHKHE3LTSGCILGU.html
COPD: Symptome und Behandlung
Was ist eine COPD (Chronic Obstructive Lung Disease)? Welche Symptome verursacht die Erkrankung? Ist die COPD heilbar? Wie wird sie behandelt und wie stehen die Chancen auf einen guten Verlauf?
Diese und viele weitere Fragen zum Krankheitsbild der COPD beantworten wir in folgendem Beitrag für Sie:
https://www.navigator-medizin.de/krankheiten/copd/behandlung.html
Autoren: Dr. med. Susanne Endres & Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: