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Aus Patienten-Stammtisch COPD wird „COPD Treff“
Aus dem „Patienten-Stammtisch COPD“ in den Christophorus-Kliniken Dülmen wird der COPD Treff in den Christophorus-Kliniken Dülmen.
Der Stammtisch wurde umbenannt, um die Wichtigkeit besser darzustellen.
6. Patienten-Stammtisch COPD in den Christophorus-Kliniken Dülmen
Der nächste Patienten-Stammtisch COPD findet am Dienstag, den 14. April
2026 in der Zeit von 15:00 – 16:00 Uhr, in den Christophorus-Kliniken
Dülmen statt.
Herr Dr. Klaus-Peter Czudaj und Frau Judith Gerding nehmen sich Zeit, um
Fragen von Patienten zum Thema COPD, in einer lockeren Gesprächsrunde zu
beantworten.
Der Stammtisch findet auf Anregung der COPD Selbsthilfegruppe Dülmen statt.
Aktuelle Termine unserer SHG stehen auf der Webseite:
https://copd-shg-duelmen.de/re
Mail: kontakt@copd-shg-duelmen.de
Webseite: https://copd-shg-duelmen.de/
5. Patienten-Stammtisch COPD in den Christophorus-Kliniken Dülmen
Der nächste Patienten-Stammtisch COPD findet am Dienstag, den 20. Januar
2026 in der Zeit von 15:00 – 16:00 Uhr, in den Christophorus-Kliniken
Dülmen statt.
Herr Dr. Klaus-Peter Czudaj und Frau Judith Gerding nehmen sich Zeit, um
Fragen von Patienten zum Thema COPD, in einer lockeren Gesprächsrunde zu
beantworten.
Der Stammtisch findet auf Anregung der COPD Selbsthilfegruppe Dülmen statt.
Aktuelle Termine unserer SHG stehen auf der Webseite:
https://copd-shg-duelmen.de/re
Mail: kontakt@copd-shg-duelmen.de
Webseite: https://copd-shg-duelmen.de/
Zwischen den Welten – zur Sensibilisierung für Palliativmedizin
Zwischen den Welten: Eine Performance des Künstlers Thomas Nufer zur Sensibilisierung für das Thema Palliativmedizin
feiert Premiere im Planetarium.
zur Sensibilisierung für Palliativmedizin
Wie kann man sich in die Lage von Schwerstkranken und Sterbenden hineinversetzen? Wie läßt sich erahnen, was am Ende unseres Weges auf uns zukommt?
Zusammen mit dem Förderverein der Freunde und Förderer des Herz Jesu Krankenhauses wagt es Thomas Nufer, eine solch existentielle Situation erlebbar zu machen. „zwischen//welt“ eröffnet die Chance mit allen Sinnen nachzuvollziehen, was auf einer Palliativsituation geschieht.
Damit lenkt das Stück das Augenmerk auf eine ganz ungewöhnliche Art der Medizin, bei der es nicht mehr darum geht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.
Recklinghausen, Bürgerhaus – Do 24.03.2026, 19 Uhr
Münster, Planetarium – Do 26.03.2026, 20 Uhr
Plaudernetz in Deutschland (kostenlos & anonym)
Malteser starten eine Kooperation mit der Telekom
Miteinander zu reden, tut einfach gut. Das neue „Plaudernetz“ bieten die Malteser mit Unterstützung der Telekom deutschlandweit und kostenfrei an, stellen aber auch direkt klar, das dass Plaudernetz keine Telefonnummer für Notfälle oder Krisensituationen ist.
Einsamkeit und soziale Isolation betreffen immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft – und das über alle Altersgruppen hinweg. Das Bewusstsein dafür ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 330 1111 können Menschen, die sich gerade eine gesellige Unterhaltung wünschen oder einsam fühlen, mit einer zufällig angerufenen Plauderpartnerin oder einem Plauderpartner ins Gespräch kommen.
Worüber in den Gesprächen geredet wird, entscheiden die Plauderpartner und die Anrufenden. Es gelten ein paar einfache Plauderregeln, wie wertschätzendes Miteinander, Wahrung der Anonymität und Verbot von kommerziellen oder missionarischen Zwecken. Ein freundliches „Du“ liegt nahe, mehr aber auch nicht. Verabredungen „bis zum nächsten Mal“ sind im Plaudernetz nicht möglich, da die Anrufenden immer nach Zufall auf die freiwilligen Plauderpartner geschaltet werden.
4. Patienten-Stammtisch COPD
Heute (07.10.2025) haben wir mit dem „Patienten-Stammtisch COPD“ weitergemacht.
Herr Dr. Czudaj und Frau Gerding haben wieder Fragen zu beantworten gehabt.
Und auch untereinander gab es, wie immer, wertvolle Tipps.
Ich finde, dass sich die Teilnahme am „Patienten-Stammtisch COPD“ lohnt, auch wenn nicht jeder seine Fragen offen stellen mag.
Danke an Herrn Dr. Czudaj und Frau Gerding für ihre Zeit.
Das Treffen heute hat wieder im grossen Konferenzraum im Untergeschoss stattgefunden.
Der Stammtisch findet auf Anregung der COPD Selbsthilfegruppe Dülmen statt.
6-Minuten-Gehtest
Der 6-Minuten-Gehtest (Synonyme: 6MGT; 6-min-walk distance, 6MWD) ist ein standardisiertes Verfahren zur objektiven Beurteilung, zur Bestimmung des Schweregrades sowie zur Verlaufsbeurteilung einer Belastungseinschränkung, die auf kardiopulmonale Ursachen zurückzuführen ist.
Dabei spielt die Beurteilung der Wirksamkeit von therapeutischen Maßnahmen, körperlichem Training sowie der Erfolg einer invasiven operativen Maßnahme ebenfalls eine wichtige Rolle.
Mithilfe dieses Belastungstests kann außerdem eine Aussage über die Prognose der betreffenden Erkrankung getroffen werden.
Primär ist der 6-Minuten-Gehtest für die Evaluation (Bewertung) der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) entwickelt worden.
Zielsetzung des 6-Minuten-Gehtests
Der 6-Minuten-Gehtest dient als objektives Messverfahren zur Bewertung der körperlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere in Bezug auf die kardiopulmonale Funktion.
Er wird primär eingesetzt, um den Schweregrad und die Verlaufsentwicklung von Erkrankungen wie COPD, Herzinsuffizienz, Lungenfibrose und pulmonal-arterieller Hypertonie zu beurteilen.
Ferner ist er hilfreich, um die Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen einschließlich Rehabilitation, körperliches Training und operative Eingriffe zu evaluieren und prognostische Aussagen, über den Krankheitsverlauf zu treffen.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
Verlaufsbeobachtung sowie Schweregradeinschätzungen der folgenden Erkrankungen (beispielhaft):
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Herzinsuffizienz (Herzschwäche) – Massive Einschränkung der Herzleistung, die auf eine Erkrankung des Herzens oder auch der Lunge zurückzuführen ist.
Lungenfibrose – Erkrankung des Lungengewebes, die durch verstärkte Bildung von Bindegewebe zwischen den Alveolen (Lungenbläschen) und den sie umgebenden Blutgefäßen gekennzeichnet ist; es gibt zahlreiche Krankheitsbilder, die zu einer Lungenfibrose führen können.
Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) – Lungengefäßhochdruck, der entweder ohne erkennbare Ursache (wie die idiopathische pulmonal arterielle Hypertonie, IPAH) auftritt oder aber sich im Rahmen einer anderen Erkrankung wie z. B. einer Leberzirrhose oder bestimmter angeborener Herzerkrankungen manifestiert. Im Rahmen dieser Erkrankungen kommt es zu einem Anstieg des Gefäßwiderstandes innerhalb des Lungengefäßkreislaufes und in der Folge zu einem Anstieg des Blutdruckes innerhalb desselben. Im Verlauf führt diese Veränderung zu einer vermehrten Belastung des rechten Herzens (rechte Herzkammer, rechter Vorhof). Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielfältig und umfangreich, sodass sie hier nicht näher beleuchtet werden.
Zudem können Therapieeffekte z. B. innerhalb einer Rehabilitation beurteilt und in der Folge optimiert werden.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Gehbehinderung
Fehlende Compliance des Patienten
Zudem ist im Rahmen jeder Erkrankung, die durch körperliche Belastung verschlimmert wird, die Durchführung eines Belastungstests kontraindiziert (z. B. Myokardinfarkt – Herzinfarkt).
Das Verfahren
Der 6-Minuten-Gehtest beurteilt die körperliche Leistungsfähigkeit eines Patienten:
Der Test ermittelt die Gehstrecke, die der Patient innerhalb von 6 Minuten auf ebenerdigem Terrain und definierter Strecke zurücklegt.
Dabei sollte möglichst die längste Gehstrecke angestrebt werden.
Optimal für die Durchführung ist ein Rundweg von 25 m Länge, da zu kurze Gehstrecken das Ergebnis beeinträchtigen können.
Zunächst wird der Patient mittels eines standardisierten Informationstextes instruiert, dass er die für ihn längste, innerhalb der 6 Minuten mögliche, Strecke laufen bzw. gehen muss.
Vor dem Gehtest sollte eine Ruhephase von ca. 5 Minuten eingehalten werden, währenddessen weder gelaufen noch geredet werden sollte.
Während des Gehtests sind Tempowechsel und Pausen erlaubt, der Patient bestimmt seine Geschwindigkeit selbst.
Die Zuhilfenahme notwendiger Gehhilfen oder Unterstützung durch eine weitere Person sind erlaubt.
Der Patient sollte motiviert werden, die für ihn maximale Leistung zu erreichen.
Die Gehstrecke wird in Metern erfasst, zudem werden folgende Vitalparameter mittels Pulsoxymetrie erhoben:
Atemfrequenz
Pulsfrequenz
Sauerstoffsättigung (SpO2) (Wert, der beschreibt, welcher Anteil des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) im Blut mit Sauerstoff beladen ist und eine Aussage über die Effektivität der Sauerstoffaufnahme durch die Lunge zulässt.)
Zusätzlich wird der Blutdruck gemessen.
Vor und nach der Untersuchung wird eine Blutgasanalyse (BGA; Bestimmung der Blutgase, des Blut-pH-Wertes sowie der Elektrolyte aus einer Blutprobe) durchgeführt.
Weiterhin wird vor und nach dem Gehtest die subjektiv empfundene Atemeinschränkung des Patienten mittels der sogenannten Borg-Skala ermittelt.
Die Borg-Skala ist ein Bewertungsverfahren zur Evaluation des Schweregrades einer Dyspnoe (subjektive Atemnot), das in der Kardiologie (Herzheilkunde), Pulmologie (Lungenheilkunde) und in der Sportmedizin eingesetzt wird.
Die Bewertung erfolgt entweder durch einen Arzt mithilfe eines Patienten-Interviews oder durch den Patienten selbst durch einen Fragebogen.
Die Borg-Skala erfasst die während der letzten 24 Stunden empfundene Atemnot in einer Skala von 1-10.
Die Beurteilung der Gehstrecke erfolgt mittels der sogenannten Vorhersageformel von Troosters.
Diese Formel dient der Ermittlung eines Sollwertes, der mit dem Istwert des Patienten verglichen wird.
In die Berechnung fließen Alter, Gewicht, Größe sowie Geschlecht ein:
6 MWD (m) = 218 + (5,14 x Größe [cm] – 5,32 x Alter [Jahre]) – (1,8 x Gewicht [kg] + 51,31 x Geschlecht [Frauen: 0; Männer: 1])
Prognostisch ist der Vergleich mit Normwerten gesunder Probanden wegweisend: Trainierte Gesunde gehen über 1.000 m, Untrainierte gehen ca. 700-800 m innerhalb der 6 Minuten, die Leistungsfähigkeit von Frauen ist etwas geringer als die der Männer. Liegt die Gehstrecke unter 300 m, ist von einer Einschränkung der Prognose auszugehen.
Mögliche Befunde
Gehstrecke und Vitalparameter: Die im Test zurückgelegte Distanz sowie die währenddessen gemessenen Vitalparameter (Atemfrequenz, Pulsfrequenz, Sauerstoffsättigung, Blutdruck) geben Aufschluss über die Belastbarkeit und die kardiopulmonale Reserve des Patienten.
Vergleich mit Normwerten: Die ermittelte Gehstrecke wird mit den durch die Vorhersageformel von Troosters berechneten Sollwerten verglichen, die Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht berücksichtigen. Eine signifikante Abweichung von diesen Werten, besonders eine Strecke unter 300 Metern, weist auf eine erhebliche Einschränkung der Prognose hin.
Subjektive Symptombewertung: Vor und nach dem Test wird die subjektive Empfindung der Atemnot mittels Borg-Skala bewertet, die eine wichtige ergänzende Information zur objektiven Leistungsfähigkeit bietet.
Mögliche Komplikationen
Unter Beachtung der Kontraindikationen sind in der Regel keine Komplikationen zu erwarten.
Körperliche Erschöpfung limitiert die Untersuchung, ist der Patient zu erschöpft, sollte die Untersuchung abgebrochen werden.
Weitere Hinweise
Bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und einigermaßen intakten Kniegelenken ist auch der EIn-Minuten-Aufstehttest zur Bestimmung der pulmonalen Leistungsfähigkeit aussagekräftig [1].
Autoren: Dr. med. Werner G. Gehring
Letzte Aktualisierung: 18.04.2024
Quelle:
https://www.gesundheits-lexikon.com/Medizingeraetediagnostik/Lunge/6-Minuten-Gehtest
Gibt es auch als APP
https://play.google.com/store/apps/details?id=at.ac.ait.his.smwt&pcampaignid=web_share
Beatmung ist nicht gleich Beatmung – Unterscheidung aber wichtig für die Patientenverfügung!
Anstatt eine Beatmung pauschal abzulehnen, ist es dringend zu empfehlen, auch dieses Thema in der Patientenverfügung zu berücksichtigen und die diesbezüglichen Wünsche des Patienten entsprechend differenziert zu formulieren. Dazu raten Experten des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK).
In ihrer Patientenverfügung lehnen viele Menschen eine künstliche Beatmung im Notfall oder am Lebensende pauschal ab. Dabei stört sie vermutlich und verständlicherweise in erster Linie die Vorstellung, in künstliches Koma versetzt, dann intubiert (d.h. einen Tubus über den Mund in die Luftröhre oder eine Trachealkanüle direkt in die Luftröhre eingesetzt zu bekommen) und für mehrere Tage oder gar Wochen an eine Beatmungsmaschine angeschlossen zu werden. Was einen kompletten Bewusstseins- und Kontrollverlust bedeutet, da sie keine Möglichkeit haben zu kommunizieren, sozial zu interagieren und über ihr weiteres Schicksal mit zu entscheiden.
Allerdings gibt es noch eine andere, viel schonendere Beatmungsmethode, die außerdem auch noch mit größeren Überlebenschancen verbunden ist als die invasive Beatmung: Die sog. nicht-invasive Beatmung über eine zum Reden, Essen und Trinken absetzbare Mund-Nasen-Maske – also bei vollem Bewusstsein des Patienten und ohne jeden Kontrollverlust. „Den meisten Menschen ist dieser Unterschied zwischen einer invasiven und nicht-invasiven Beatmungsform gar nicht bekannt. Sinnvollerweise sollte für die Patientenverfügung eine ärztliche Beratung erfolgen, damit Patienten wohlinformierte Entscheidungen treffen können. Anstatt eine Beatmung pauschal abzulehnen, ist es dringend zu empfehlen, auch dieses Thema in der Patientenverfügung zu berücksichtigen und die diesbezüglichen Wünsche des Patienten entsprechend differenziert zu formulieren“, rät Dr. med. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers.
ÜBERLEBENSCHANCEN DURCH NICHT-INVASIVE BEATMUNG GRÖSSE
Der Vorteil eines nicht-invasiven Vorgehens ist letztens in der Corona-Pandemie bei Covid-Patienten sehr deutlich geworden: Jeder Zweite, der invasiv beatmet wurde, ist gestorben, während bei nicht-invasiver Beatmung nur jeder Zehnte starb. Nachweislich können Kliniken hierzulande, die ihre Covid-Patienten mit schwerer Verlaufsform einer Lungenentzündung nicht-invasiv behandelt haben, eine um das Fünffache geringere Sterblichkeit vorweisen. Das geht aus einer aktuellen Publikation hervor, an der auch Dr. Voshaar als Autor beteiligt war, (siehe Deutsche Medizinische Wochenzeitschrift, online seit 29.3.23). Während der Corona-Pandemie sind in Deutschland also wahrscheinlich mehrere Tausend Covid-Patienten unnötigerweise aufgrund einer invasiven Beatmung oder extrakorporalen Sauerstoffversorgung (ECMO) auf der Intensivstation gestorben, während sie mit einer nicht-invasiven Beatmung auf der Normalstation eher überlebt hätten. „Deshalb sollte eine invasive Beatmung mit Intubation so lange wie und wo möglich vermieden werden, und das lässt sich mit relativ einfachen Verfahren wie Sauerstoffgabe (als high-Flow-Sauerstoff oder in Form eines kontinuierlichen Überdrucks per CPAP-Maske) und mittels einer nicht-invasiven Beatmung in den meisten Fällen gut bewerkstelligen“, erklärt Dr. Voshaar.
ERHEBLICH WENIGER NEBENWIRKUNGEN UND FOLGESCHÄDEN ALS BEI INVASIVER BEATMUNG
Da der für eine invasive Beatmung in die Luftröhre platzierte Schlauch (Tubus) für die Patienten bei wachem Bewusstsein nicht erträglich ist, müssen intubierte Patienten in eine Dauernarkose versetzt werden, die fast immer zu einem raschen und starken Blutdruckabfall führt, so dass mit blutdrucksteigernden Medikamenten gegengesteuert werden musss. Außerdem werden erhöhte Sauerstoffkonzentrationen zugeführt, um das Ziel der Beatmung, nämlich eine Sauerstoffsättigung meist über 90 Prozent, wie es die derzeitigen Leitlinien als Zielwert empfehlen, zu erreichen. Zu viel Sauerstoff wirkt sich allerdings toxisch auf Zellgewebe und die Organe aus. Das führt neben Lungenschäden auch zu Muskel- und Nervenerkrankungen. Die bei invasiver Beatmung erforderlichen hohen Beatmungsdrucke schädigen die Lunge zusätzlich, so dass außerdem ein akutes Lungenversagen (ARDS) droht. Bleibt die invasive Behandlung erfolglos, wird als nächste Eskalationsstufe dann oft die extrakorporale Sauerstoffversorgung (ECMO) eingesetzt. Hier drohen weitere Komplikationen. Die Sterblichkeit von COVID-Patienten an der ECMO betrug in Deutschland circa 80 %, auch in erfahrenen Kliniken. Demgegenüber ist die nicht-invasive Maskenbeatmung im Vergleich zur invasiven Beatmung mit deutlichen Vorteilen verbunden: Die Sprech-, Schluck-, und Hustenfunktion der Patienten bleibt über eine abnehmbare Mund-Nasen-Maske erhalten, daher treten Atemwegsinfekte erheblich seltener auf, die Patienten haben höhere Überlebenschancen und profitieren gleichzeitig von mehr Lebensqualität während ihres Klinikaufenthaltes. Zum Beispiel ist bei der nicht-invasiven Beatmung keine künstliche Ernährung erforderlich, da nach Absetzen der Maske normales Essen wie auch Husten und Sprechen möglich sind.
KEINE LANGWIERIGE ENTWÖHNUNG VOM BEATMUNGSGERÄT ERFORDERLICH
Auch nach der Behandlung ist die Lebensqualität bei nicht-invasiv beatmeten Patienten weitaus größer, während invasiv beatmete Patienten oft erst einmal langwierig vom Beatmungsgerät entwöhnt werden müssen. Denn je länger die maschinelle Beatmung andauert, umso mehr hat sich die Atemmuskulatur der Betroffenen zurückgebildet, so dass sie anschließend beim sog. Weaning (Entwöhnung vom Beatmungsgerät) wieder mühevoll aufgebaut werden muss. Patienten, die eine invasive Beatmung überleben, müssen außerdem grundlegende Bewegungsvorgänge wie das Schlucken sowie alle Fähigkeiten für ein möglichst selbständiges Leben erst wieder von Null auf erlernen bzw. versuchen, sie sich soweit wie möglich wieder anzueignen, was auch erhebliche Folgekosten durch Reha, Arbeitsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit bedeutet.
GESUNDHEITSSYSTEM SETZT FALSCHE FINANZIELLE ANREIZE
Fatalerweise setzt das Gesundheitssystem falsche finanzielle Anreize: Während die Kosten für eine nicht-invasive Beatmung im Schnitt bei 5000 Euro liegen, können für eine maschinelle Intensivbeatmung rund 39.000 Euro bis teilweise sogar 70.000 Euro abgerechnet werden. Auch müssten die medizinischen Leitlinien zur Beatmung dringend von den Fachgesellschaften korrigiert und aktualisiert werden. „Seit mehr als 20 Jahren hat sich auf Intensivstationen die Routine eingebürgert, sich bei der Entscheidung, Patienten zu beatmen, weitgehend daran zu orientieren, ob die Sauerstoffsättigung der Betroffenen abgefallen ist (sog. isolierte Hypoxämie), anstatt die Gesamtmenge der Sauerstoffteilchen im Blut zu berücksichtigen und dazu weitere Parameter wie die Hämoglobin-Konzentration und die Herzleistung heranzuziehen. Grundsätzlich sollte man erst beatmen, wenn zusätzliche Komplikationen wie eine überlastete Atemmuskulatur mit Anreicherung von nicht abgeatmetem Kohlendioxid im Blut (Hyperkapnie) oder eine Herzinsuffizienz vorliegen, wobei auch hier in den meisten Fällen eine nicht-invasive Beatmung ausreichend ist und effektiv Leben retten kann“, betont Dr. Voshaar.
äin-red
Dies ist eine Pressemeldung des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.lungenaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien ist diese Quellenangabe (in Form eines aktiven Links entweder auf die Startseite oder auf eine Unterseite der Webseite der Lungenärzte-im-Netz) erforderlich, bei Veröffentlichung in Printmedien ist ebenfalls ein Hinweis auf diese Webadresse notwendig.
Quelle: www.lungenaerzte-im-netz.de
Warum macht uns schwüles Wetter so schlapp?
Wenn Wärme auf Luftfeuchtigkeit trifft, oder warum macht uns schwüles Wetter so schlapp
Dieser Artikel ist für normale Menschen geschrieben.
Der untenstehende Absatz mit dem Sauerstoffgehalt bei hoher Luftfeuchte erklärt warum wir schlecht Luft bekommen. Es ist weniger Sauerstoff in der Umgebungsluft. Und das merken ganz viele mit Lungenproblemen.
[…]
Denn die Hitze ist eine gesundheitlich Belastung – vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.
Gerade schwülwarme Temperaturen würden sie als unangenehm empfinden, sagt Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Und auch Jüngeren macht das schwüle Wetter zu schaffen. Aber woran liegt das?
[…]
Unabhängig von der Luftfeuchtigkeit kommt bei Hitze noch erschwerend hinzu, dass bei der Atmung weniger Sauerstoff in die Lunge gelangt.
Denn in warmer Luft ist der Abstand zwischen den Sauerstoffmolekülen größer als in kalter, das bedeutet, ein Liter Atemluft enthält weniger Moleküle.
Noch weniger Sauerstoff atmen wir ein, wenn die Luft schwülwarm ist.
Dann sind wegen der hohen Luftfeuchtigkeit noch zahlreiche Wasserstoffmoleküle in der Luft enthalten, die den Sauerstoff zusätzlich verdrängen.
Quelle:
https://www.rnd.de/gesundheit/warum-macht-schwueles-wetter-schlapp-und-was-hilft-dagegen-YQ3HKMFTANEUHKHE3LTSGCILGU.html
COPD: Symptome und Behandlung
Was ist eine COPD (Chronic Obstructive Lung Disease)? Welche Symptome verursacht die Erkrankung? Ist die COPD heilbar? Wie wird sie behandelt und wie stehen die Chancen auf einen guten Verlauf?
Diese und viele weitere Fragen zum Krankheitsbild der COPD beantworten wir in folgendem Beitrag für Sie:
https://www.navigator-medizin.de/krankheiten/copd/behandlung.html
Autoren: Dr. med. Susanne Endres & Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: