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COPD

COPD – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

bezeichnet als Sammelbegriff eine Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. In erster Linie sind die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem zu nennen. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass vor allem die Ausatmung (Exspiration) behindert ist. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind „Raucherlunge“ für die COPD und „Raucherhusten“ für das Hauptsymptom.

Die verschiedenen Abkürzungen kommen aus dem englischen Sprachraum:

– chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD
– seltener auch chronic obstructive lung disease, Abkürzung: COLD
– chronic obstructive airway disease, Abkürzung:COAD

Für das Verständnis der Erkrankung entscheidend sind die Wörter „chronisch obstruktiv“. Sie besagen, dass bei den Betroffenen die Atemwege dauerhaft eingeengt sind.
Die typischen Krankheitszeichen der COPD sind:

– Auswurf (häufig auch morgens)
– Husten (vor allem morgens)
– Atemnot (anfänglich insbesondere bei körperlicher Belastung)

Die Bedeutung dieser Symptome wird – vor allem wegen des noch völlig unzureichenden Wissens über den lebensbedrohlichen Verlauf der COPD – sowohl von den Betroffenen als auch häufig noch von Ärzten dramatisch unterschätzt. Die Chance eine COPD im Anfangsstadium zu erkennen, haben Patient und Arzt nur einmal! Wird sie verpasst, ist nach den heute verfügbaren Therapiemöglichkeiten nur noch eine Behandlung der Symptome möglich. Wenn eine COPD nicht adäquat behandelt wird, kommt es längerfristig in den meisten Fällen zu einer Überblähung der Lunge, ein sogenanntes Lungenemphysem entsteht. Die Lungenbläschen, über die der eingeatmete Sauerstoff in das Blut hinein und das Kohlendioxid aus dem Blut heraus transportiert wird, werden zerstört. Sämtliche Organe werden dann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

In Deutschland waren im Jahr 2007 bereits rund 6,4 Millionen Männer und Frauen betroffen. Die COPD ist – entgegen eines weitverbreiteten Irrtums – keine ausgesprochene Erkrankung von Männern, der Anteil der betroffenen Frauen hat in den letzten Jahren tendenziell deutlich zugenommen.

Hauptursache für die Entstehung der COPD und des Lungenemphysems ist und bleibt in den Industrieländern das Rauchen. Schon im Jahr 2020 – also demnächst – wird nach den Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation, der WHO, die COPD weltweit die dritthäufigste krankheitsbedingte Todesursache sein.

Der sich mit der Zeit einstellende dramatische Mobilitätsverlust mindert in beträchtlichem Umfang die Lebensqualität der Betroffenen. Nicht selten entstehen im weiteren Verlauf der Erkrankung zudem Begleiterkrankungen wie Herz- und Gefäßerkrankungen, Muskel- und Knochenabbau sowie Depressionen!

Eine „Heilung“ der COPD und des Lungenemphysems sind nach heutigem Stand der Medizin allenfalls durch eine Lungentransplantation möglich; vorausgesetzt es kommt nach einer Transplantation zu einem optimalen Verlauf! Wie bei jeder schweren chronischen, vielleicht sogar lebensbedrohlichen Erkrankung, also auch bei einer COPD oder einem Lungenemphysem, ist der persönliche Umgang mit der Erkrankung entscheidend für das gesamte weitere Leben.

Selbsthilfe schafft Lebensqualität! Also gilt, dass die Betroffenen selber aktiv werden müssen, Eigenverantwortung übernehmen und sich zum informierten Patienten machen, damit sie zusammen mit ihrem behandelnden Arzt – bei einem fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung sollte dies in aller Regel ein Lungenfacharzt sein – ihre COPD im Alltag noch möglichst gut bewältigen können.

 

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